Geschichte / Konfektschale, Souscoupe

Konfektschale, Souscoupe

"Früchte"

Ovale Schale mit angesetztem Standring. Vierpassige Form mit aufgebogener Wandung und leicht gemuldetem Spiegel. Polychromer Dekor von Früchten in zarten Farbtönen. Etwas rechts der Mitte Stilleben mit weissen Trauben, Erdbeeren, Birne, violettem Apfel (?), schwarzen Beeren (Blaubeeren?) und einer braunen Frucht (?). Oben links zwei Brombeeren, ausserdem vier Blättchen verteilt über Spiegel und Fahne. Marke: Z, darunter zwei Punkte in Unterglasurblau. Ritzzeichen: M (W?) 2. Die Manufakturbezeichnung "Souscoupe vor die Thee-Kannt" weist auf eine Verwendung solcher Schalen im Rahmen eines Teeservices hin. Von der ursprünglich vertretenen Ansicht, man hätte Teekannen hineingestellt, ist man abgerückt, u.a. weil es kaum Abriebe im Spiegel gibt. Vielleicht hielt man die Teekanne beim Einschenken über die Souscoupe, um Tropfen auf das Damasttischtuch zu vermeiden, vielleicht wurde sie multifunktional, z.B. als Konfektschale, gebraucht . In ausländischen Manufakturen wird das Formstück auch als Löffelschale (für Teelöffel) oder als Butterschale (in Zürich wohl kaum dafür verwendet) bezeichnet.

Herkunft: Europa, Schweiz, Zürich, Kilchberg - Schooren
Datierung: 1773-1777
Material: Porzellan glasiert; Muffelfarben
Masse: H 4,0 x B 20 x T 16,3 cm
Inventarnummer: G 16056

Provenienz:
- 10.1943: Friedrich Eugen Girtanner, Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen

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