Ethnologie / Knochentiara
Knochenschmuck tragen Yogis und bestimmte Gestalten auf Kultbildern. Im Buddhismus versinnbildlichen diese Schmuckstücke die Verwandlung negativer seelischer Kräfte in die "Sechs Vollkommenheiten": Freigebigkeit, sittliches Verhalten, Geduld, Anstrengung, Meditation und Erkenntnis.Die Krone stellt das ursprüngliche Mandala des Vajrayãna-Buddhismus dar, wie es der Tantra-Text "Die Geheime Versammlung" (Skt. Guhyasamãja) eingeführt hat. Unter "Ruhmesantlitz"-Masken sitzen die fünf in der Meditation entstehenden Buddhas mit ihren jeweiligen Gesten mit Lotosthronen über ihren Symboltieren. Dies sind von l. nach r. Ratnasambhava im Süden, Aksobhya im Osten, Vairocana im Zentrum, Amitãbha im Westen; Amoghasiddhi im Norden. Knochen geschnitzt
Herkunft: Asien, Nepal
Datierung: vor 1957
Material: Knochen geschnitzt
Masse: H 16 DM 18 cm
Inventarnummer: VK B
3738
Provenienz:
- 05.1957: Kulturmuseum St. Gallen, Ankauf
- Toni Hagen (17.08.1917-18.04.2003), Nepal