Geschichte / Kanne mit Becken
Den Wulst des Glockenfusses der Kanne ziert ein Fries, der alternierend aus Pfeifen und Perlstäben besteht. Die konische, in der Mittelzone konturiert eingeschnürte Kuppa besitzt einen Muschelausguss mit Maskaronansatz und einen konturierten Ohrhenkel, der durch eine Pranke mit der Lippe verbunden ist. Die Randzone der Fahne des ovalen Beckens schmückt ein dem Fries am Fuss entsprechender Dekor. Die runde Halterungszone für den Kannenfuss wird durch Akanthusblätter und Bandelwerk markiert. Solche zweiteiligen Garnituren kamen bei Banketten zum Reinigen der Hände der Ehrengäste, aber auch während eines Pontifikalamtes - einer von einem Bischof oder Abt abgehaltenen Heiligen Messe - zum Einsatz.
Herkunft: Europa, Deutschland, Augsburg
Datierung: 1701 - 1705
Hersteller(in): Meister Peter Kick
Material: Silber, teilweise vergoldet
gegossen, getrieben, punziert, ziseliert
Masse: T 27,0 cm
Inventarnummer: G 17654
Provenienz:
- 31.12.1968: Giovanni Züst (1887-1976 ), Schenkung
- 1964: Auktionshaus Stuker, Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen