Geschichte / Zweihandpokal mit Deckel, Pokal
Der leicht konische Korpus ruht auf drei Krallenfüssen, die je eine Kugel umfassen.
Die beiden C-förmigen Henkel weisen eingerollte Ansätze auf.
Das den Korpus zierende, durchbrochen gearbeitete Relief zeigt eine Wildschwein- und eine Löwenjagd.
Die Lippenzone schmückt ein Akanthusblattfries.
Auf dem profilierten Deckel mit einem von Tieren belebten Blattfries thront der auf einem Fass sitzende Bacchusknabe.
Der Goldschmied hat gut daran getan, dass er dieses Trinkgefäss mit zwei Griffen versehen hat.
Ohne sie wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, diesen monumentalen Becher in gefülltem Zustand zum Mund zu führen.
In der Sammlung Giovanni Züst befindet sich eine weitere Arbeit dieses Meisters.
Es handelt sich um einen Deckelhumpen.
Herkunft: Europa, Deutschland, Augsburg
Datierung: 1679 - 1683
Material: Silber, teilweise vergoldet
gegossen, getrieben, ziseliert, punziert
Masse: T 31 cm
Inventarnummer: G 17618
Provenienz:
- 31.12.1968: Giovanni Züst (1887-1976 ), Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen