Geschichte / Deckelhumpen
Um den zylindrischen Korpus zieht sich ein reliefierter Fries von spielenden und musizierenden Kindern auf einem punzierten Fond. Den runden, gewulsteten Stand und Deckel ziert ein Blütenfries. In die Deckelmitte ist ein Medaillon eingelassen, welches eine Familie bei der Ernte zeigt. Der Blattwerkhenkel geht in die gespaltene Daumenrast über. Der Humpen wird gemeinhin mit dem Genuss von Bier in Verbindung gebracht und weckt heute unweigerlich die Assoziation mit einem Trinkgelage. In der Schweiz ist diese Gefässform seltener als bei unseren nördlichen Nachbarn anzutreffen und mehrfach als Geschenk zum Gebrauch für die Dame des Hauses bezeugt.
Herkunft: Europa, Deutschland, Hamburg
Datierung: um 1662
Hersteller(in): Johann Brockmer
Material: Silber, teilweise vergoldet
gegossen, getrieben, gepunzt, ziseliert
Masse: T 20,5 cm
Inventarnummer: G 17610
Provenienz:
- 31.12.1968: Giovanni Züst (1887-1976 ), Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen