Geschichte / Chorgestühl aus der Zisterzienserinnenabtei Magdenau mit Lebensrad
Als 1880 die Klosterkirche in Magdenau renoviert wurde, tauchte dieses wertvolle Stück mit der Darstellung eines Lebensrades auf. Der mittelalterliche Mensch ist eingespannt ins Rad des Lebens und erlebt Höhen und Tiefen. Er wird ermahnt, sich nicht zu viel vom Glück zu versprechen, sondern Christus zu folgen. Das Rad galt bereits in der Antike als Attribut der Göttin Fortuna und verweist auf die Vergänglichkeit des irdischen Glücks. Die Formensprache entspricht noch der Romanik, die weiteren Verzierungen sind bereits typisch für die Frühgotik.
Herkunft: Europa, Schweiz, Ostschweiz, Zisterzienserinnenkloster Magdenau
Datierung: um 1290
Material: Eichenholz geschnitzt
Masse: H 149 x B 12 x T 44 cm
Inventarnummer: G 17466
Provenienz:
- 09.1880: Unbekannt, Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen