Geschichte / Tanzende Skulptur mit Tamburin aus einem Tafelaufsatz
Der hauptsächlich in Paris tätige Bildhauer Agathon Léonard beschäftigte sich 1896 erstmals mit der Darstellung von Tänzerinnen.
Ein Erfolg mit zwei 1897 im Salon Nationale des Beaux-Arts ausgestellten Bozzetti, brachte Léonard den Auftrag, einen Tafelaufsatz zu entwerfen.
Dieser in weissem Biskuitporzellan ausgeführte, aus fünfzehn Figuren bestehende Tafelaufsatz Le Jeu de l’Echarpe (Das Schärpenspiel) gehört zu den berühmtesten figürlichen Ensembles des Art Nouveau und erhielt auf der Weltausstellung in Paris 1900 die Goldmedaille.
Die verschiedenen Tanzstellungen sind den Bewegungen der auch in St.Gallen aufgetretenen amerikanischen Tänzerin Loïe Fuller nachempfunden.
Herkunft: Europa, Frankreich, Paris
Datierung: 1898
Künstler(in), Entwerfer(in): Léonard Agathon
Hersteller(in): Susse Frères, Paris
Material: Bronze, vergoldet
Masse: H 55,5 cm
Inventarnummer: G 2018.240
Provenienz:
- 15.05.2018: Quittenbaum Kunstauktionen GmbH München, Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen