Ethnologie / Musikinstrument, Lamellophon

Musikinstrument, Lamellophon

"Brettlamellophon, cityatya, shitata "

Auf die halbierte, mit einer Naturfaser vernähten Kürbisschale wurde ein Holzbrett mit Eisenstäben befestigt. Diese weisen unterschiedliche Längen auf und sind in alternierender Länge, (kurz neben lang) auf dem Brett mit Draht befestigt. Der Hohlraum des Kürbis wird als Resonanzkasten verwendet. An der Aussenseite des Kürbis sind Eisenrollen an Blech Agraffen befestig, was einen scheppernden Klang verursacht., Laut Kubik (1998) handelt sich um ein Lamellophon, eine einzigartige Erfindung in der afrikanischen Musikgeschichte, da es ausserhalb Afrikas keine vergleichbaren Musikinstrumente gab. In der Literatur erscheinen die Lamellophone meist unter den generellen Bezeichnungen "sansa", "nsansi" oder "mbira". Die Bezeichnungen "sansa" und "nsansi" werden heute zunehmend aufgegeben, da sie auf einer fehlerhaften Niederschrift durch David und Charles Livingstone beruhen. Der Terminus "mbira" ist nur für bestimmte Lamellophone im Kulturgebiet Zimbabwe/Unteres Zambezi-Tal gebräuchlich und in anderen Teilen Afrikas völlig unbekannt.

Herkunft: Afrika, Kongo, Bamala
Datierung: vor 1955
Material: Kürbisschale, Holz, Blech, Schnur, Naturfaser, Draht
Masse: H 18 x B 19 x T 10 cm
Inventarnummer: VK C 3510

Provenienz:
- 12.1955: Alfredo Nodari (1904-1986), Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen

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