Ethnologie / Schnupftabakfläschchen
Im Jahr 1906 gelangte das Objekt durch Vermittlung des Missionars Otto Schultze in das damalige Völkerkundemuseum der Ostschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft im Stadthaus in St.
Gallen.
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein Schnupftabakfläschchen.
Die Flasche zeichnet sich durch ihre kompakte, runde und flache Form aus.
Diese Art von Fläschchen wurde im China des 17.
Jahrhunderts während der Qing-Dynastie geschaffen und diente ursprünglich als praktischer Behälter für Schnupftabak, ein pulverförmiger Tabak.
Im Laufe der Zeit hat es sich zu einem exquisiten dekorativen Kunstobjekt entwickelt.
Das Objekt wurde aus Achat in der Farbe Orange gefertigt.
Achat ist ein Material von hohem Wert.
Der vorliegende Gegenstand, eine Schnupftabakflasche, erfreute sich während der Qing-Dynastie großer Beliebtheit und fungierte als Symbol für sozialen Status und einen als raffiniert zu bezeichnender Geschmack.
Derzeit wird der Sammlerwert chinesischer Schnupftabakflaschen weltweit als Indikator für deren Wert als antike Kunstwerke betrachtet.
Der Herstellungsprozess von Achat-Schnupftabakflaschen umfasst in erster Linie Techniken der Jadebearbeitung.
Dazu zählen die Auswahl des Materials, das Schneiden, das Polieren sowie die wichtigsten Schritte des Aushöhlens und des kunstvollen Bearbeitens.
Herkunft: Asien, China
Material: Achat
Masse: H 4,3 x B 3 x T 1,5 cm
Inventarnummer: VK B
0138
Provenienz:
- 12.04.1906: Otto Schultze (25.03.1857-23.03.1930), Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen