Ethnologie / Neunsträngiger Silberarmreif
Im Jahr 1906 gelangte das Objekt in das damalige Völkerkundemuseum der Ostschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft im Stadthaus in St.
Gallen, wobei der Missionar Otto Schultze als Vermittler fungierte.
Der vorliegende Armreif zeichnet sich durch eine gewundene Struktur aus, die aus mehreren miteinander verflochtenen Metalldrähten besteht.
Diese winden sich spiralförmig und ahmen so die gekräuselte Form eines Schlangenkörpers nach.
Seine ausgeprägte, geschichtete Textur fängt die charakteristische Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der Schlange lebhaft ein.
Die Detailansicht des Schlangenkopfes wird als Armreif dargestellt.
An der höchsten Stelle befindet sich ein Schlangenkopfdesign, das der Realität nahekommt.
Der Kopf wirkt abgeflacht, seine Oberfläche weist Schuppenmuster auf, während die Augen subtil erkennbar bleiben und den biomimetischen Effekt verstärken.
Herkunft: Asien, China
Datierung: vor 1906
Material: Silberdraht
Masse: H 3,5 DM 4,3 cm
Inventarnummer: VK B
0113
Provenienz:
- 12.04.1906: Otto Schultze (25.03.1857-23.03.1930), Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen