Geschichte / Gewebe-Abschnitt, Buntweberei
Naturfarbenes Baumwollgewebe mit Streifenmuster in den Farben Rot, Gelb und Schwarz. Solche Beispiele mit Streifenmustern in leuchtenden Farben entwarf die Toggenburger Buntweberei für den Ostafrikanischen Markt. Tausende Kisten wurden exportiert. Die Stoffe lehnen sich an die sogenannten «Kikoi»–Gewebe an. Diese entstanden im Rahmen eines regen Handels und kulturellen Austauschs zwischen Ostafrika, dem Oman, Iran und Somalia. Sie wurden zum Symbol der Suaheli-Kultur entlang der ostafrikanischen Küste und sind noch heute populäre Kleidungsstücke. Frauen und Männer tragen sie als Umschlagtücher oder benutzen sie als Tragetücher, Tischtücher und Decken.
Herkunft: Europa, Schweiz, Toggenburg, Wattwil
Datierung: 2. Hälfte 19. Jh./um 1900
Masse: H 31 x B 58 cm
Inventarnummer: G 26913
Provenienz:
- Kulturmuseum St. Gallen, Altbestand