Geschichte / Hochzeitstaler, Hochzeitsmedaille; 1782

Hochzeitstaler, Hochzeitsmedaille; 1782

Vs. Eine Frauenfigur steht mit Schwert vor einem Feuergefäss und stützt sich auf eine Marmorsäule (vielleicht Hera, die Göttin der Ehe?) Rundherum ist folgende Inschrift eingraviert: „Beständig mit vereinten Kräfften / auch mitten in berufsgeschäfften / auf Gottes weise Leittung sehn / u(nd) nach der Regel einhergehn / macht frölich muhtig und geschickt / auch wan der tod das (ehe)band zerbricht.“

Rs. Auf der Rückseite ist die Widmung des Bräutigams an seine Braut eingraviert, der er diesen Hochszeitstaler schenkt: „Dises / übergibt in dem / Namen des Dreyeinigen / Gottes / Seiner / Vielgeliebten Jfr (Jungfrau) Hochtzeiterin / A: Bar: Glintzin (Anna Barbara Glinz) / Als ein Ehepfand / Ihr mit Treu u. Liebe / Verbundener / Christian Tobler / 21 april 1782“

Anlässlich der Verlobung und der Hochzeit war es üblich, dass sich die Brautleute gegenseitig eine Münze, einen sog. Hochzeitstaler oder eine Hochzeitsmedaille, schenkten. Der Brauch bei Brautleuten, Ringe zu tauschen, kam erst später auf. Die Münzen wurden als Treuepfand aufbewahrt und teilweise an der Uhrkette oder als Schmuckanhänger getragen. Der Brauch wurde auch beibehalten, nachdem Verlobungs- und Eheringe üblich wurden (ab dem 17. und 18. Jh.).

Herkunft: Europa, Schweiz, Ostschweiz
Datierung: 1782
Material: Silberlegierung graviert
Masse: DM 4,9 cm
Inventarnummer: G 1996.179

Provenienz:
- 02.12.1996: Brockenstube Heilsarmee, Schenkung
- Kulturmuseum St. Gallen

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